Vereinsgeschichte

Der Anfang

"Diese Burschen sollten einmal anständig arbeiten, dann brauchen sie nicht einem Ball nachlaufen, wie die Kinder und sie werden dabei auch müde". Das war die vorherrschende Meinung der Bevölkerung in Schlitters über die Burschen, um gemeinsam dem Fußballsport zu frönen.


Die Fußballer beim Betonmischen vor dem Schlitterer Schulhaus - zum Einsetzen der Tore

Trotz all dieser Vorwürfe und abfälligen Bemerkungen trafen sich in der Mitte der 60er Jahre immer mehr Fußballbegeisterte, die ihre Freude am runden Leder fanden. Nur das Gelände für den neu entdeckten Fußballsport war schwer zu finden, nirgendwo schien vorerst Platz zu sein. So übten die Schlitterer in der so genannten "Au", einem schmalen Weidefleck mit viel Ecken und einem Menge von Unebenheiten. In Bruck wurde im Moosgelände von Imming gespielt, wenn der Platz nicht gerade überschwemmt war.

In Strass spielte man am Waldplatz im Ortsteil Astholz. Trotz dieser schlechten Bedingungen wurden schon bald erste Wettkämpfe ausgetragen .Wegen einer Meinungsverschiedenheit der Aubenutzung hat es Schlitters zuzuschreiben, dass die Gemeinde ein entsprechendes Gebiet für einen entsprechenden Fußballplatz zur Verfügung stellte. So besaß man nun doch einen Fußballplatz, aber doch nur eine geringe Anzahl von Spielern.

In Bruck gab es mehrere Fußballbegeisterte aber keinen Platz, womit es zwangsläufig zur Vereinigung kam. All die Fußballbegeisterten planten in vielen Besprechungen einen ordentlichen Verein zu gründen, damit einem Mannschaftsbetrieb nichts mehr im Wege stand.

So gründete man im April 1967 den Verein "SC SCHLITTERS-BRUCK"
Für die zwei Hauptverantwortlichen des Vorstandes, Hans KRAXNER und Anton HAUSER begann nun der schwierige Gang zu den Behörde wegen der Vereinsmeldung und wegen der Spielgenehmigung auf dem Platz in Schlitters.


Das erste Mannschaftsfoto 1967 mit HASSLER W., PEZZEI K., BENDLER O.,KEILER J., ZANGERL O., HELLWEGER We.,
SEIER E., TRAAR H., HELLWEGER Wa.,ZANGERL H., SEIER H.

Die größten Probleme bereitete auch der Umstand, dass man am Platz in Schlitters keine Kabinen und keine WC-Anlage besaß, auch Waschgelegenheiten waren keine vorhanden.
Im nahe gelegenen "Gießen" konnte man sich nach den harten Spielen eiskalt abwaschen.
Erst nach einiger Zeit wurde aus ein paar Spenden ein alter Holzschupfen zum Umkleiden gekauft und schon damals überreichte eine deutsche Gastmannschaft dem jungen Verein einen neuen Matchball. Die erste Dressenspende kam von "Wirts-Franz" aus Bruck. Gewaschen wurden sie von einigen Spielerfrauen.


Taktik- und Spielerbesbrechung mit Trainer SCHULTZ Heinrich - anno 1967


Zu dieser Zeit war man froh, dass man wenigstens das Waschmittel dafür bezahlen konnte. Im nachhinein wunderten sich heute noch einige ehemalig Funktionäre, dass der Verein überhaupt existieren konnte und dass man so recht und schlecht über die Runden kam.

Ab dem Jahr 1973 hieß der neue Verein "SV SCHLITTERS-BRUCK-STRASS". Immer mehr Jugendliche aus Strass kamen nach Schlitters zum "Kicken", womit man auch von der damaligen Vereinsührung nicht umhin konnte, die Gemeinde im Verein zu integrieren.
Sportlich wie finanziell war es zudem eine neuerliche Absicherung für den Fußballclub. So geschah auch sportlich, wie baulich in dieser Zeit einiges.

Aber es kam auch etwas anderes. 1974 überschwemmte ein katastrophales Hochwasser auch den Schlitterer Fußballplatz und überdeckte ihn mit einer 30 cm hohen Schlammschicht.

Nun war man gezwungen alle Heinspiele auswärts auszutragen und in vielen Arbeitsstunden eine neue Spielmöglichkeit zu schaffen. Aber jedes "Schlechte" hat auch sein "Gutes". So stellte die Schlitterer Gemeinde großzügigerweise neben dem verwüsteten Platz ein weiteres Grundstück für den Ausweichplatz zu Verfügung. So ist der Sportverein heute in der glücklichen Lage zwei Plätze nebeneinander zu besitzen.


Ende der 60er Jahre in den Vereinsfarben Rot/Schwarz mit Kapitän WURM Reimund

Die ersten Trainer, die in Schlitters die Mannschaft betreuten (gleichzeitig waren auch immer schon Nachwuchsmannschaften gemeldet) waren ab dem Jahr 1967:

SCHULZ Heinrich
SEIER Ernst
PANCHERI Gottfried
FELDER Kuno
PENDL Hans
LECHNER Mannfred
PLASCHG Rudolf